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INFORMATIONEN FÜR FREUNDE UND GÖNNER

Um eine Hospizinstitution im Oberwallis zu realisieren, ist auf Initiative des Oberwalliser Vereins für Sterbe- und Trauerbegleitung am 31. August 2017 obgenannter Verein gegründet und im Handelsregister eingetragen worden. Im Vorfeld wurde von der Hochschule Luzern, Wirtschaft von Herrn Prof. B. Schwaller, Projektleiter und Frau K. Jehle, wissenschaftliche Mitarbeiterin eine Machbarkeitsstudie für ein Hospiz im Oberwallis durchgeführt. Die Studie konnte dank einer grosszügigen Spende in Auftrag gegeben werden.

Der Verein bezweckt die Aufbauarbeit und Projektentwicklung einer Hospizinstitution in der Region Oberwallis, als „Sozialmedizinische Institution mit Palliative-Care-Auftrag“ gemäss dem Konzept „Versorgungsstrukturen für spezialisierte Palliative Care in der Schweiz“ von palliative.ch und seinen nationalen Partnern.

Den sterbenden Personen, die älter als 18 Jahre sind, soll in dieser zu entwickelnden Institution eine würdige Gestaltung des letzten Lebensabschnittes durch eine liebevolle und individuelle Begleitung und Betreuung ermöglicht werden, welche auch die Angehörigen und Nächsten miteinbezieht. Das geplante Hospiz nimmt Patienten ohne Rücksicht auf soziale Herkunft und Glaubensrichtung auf. Im Weiteren soll die Aus- und Weiterbildung von freiwilligen Hospiz-Helferinnen gefördert werden. Die projektierte Institution unterstützt keine aktive Sterbehilfe in den eigenen Räumlichkeiten.

NÄCHSTES ZIEL

Das nächste Ziel ist die Gründung einer Stiftung Hospiz Oberwallis, welche ebenfalls zum Zweck hat den Aufbau-, Ausbau und die Aufrechterhaltung dieser Hospizinstitution zu fördern. Um dieses Ziel zu erreichen, braucht es erhebliche finanzielle Mittel.

Mit Ihrer Unterstützung tragen Sie massgeblich dazu bei, dass diese Vision Wirklichkeit wird.

Nationale Strategie Palliative Care

Seit einigen Jahren ist Palliative Care vermehrt in den Fokus gesundheitspolitischer Überlegungen gerückt. Dies ist zum einen vor dem Hintergrund der gesellschaftlichen und demografischen Entwicklung sowie den damit verbundenen sozial- und gesundheitspolitischen Herausforderungen zu sehen. Zum anderen tragen medizinischer Fortschritt und voranschreitende Spezialisierung dazu bei, dass im Gesundheitswesen vielfältigere und qualitativ bessere Behandlungsangebote für Patientinnen und Patienten zur Verfügung stehen.

Die vermehrte Beachtung von Palliative-Care-Anliegen trägt insbesondere dazu bei, dass Patientinnen und Patienten in ihrer letzten Lebensphase umfassend betreut und optimal versorgt werden. Zudem tragen die Massnahmen im Bereich von Palliative Care zur Kosteneindämmung in der Gesundheitsversorgung bei, weil für die Betreuung der Patienten und Patientinnen in ihrer letzten Lebensphase nicht zwingend die teuersten Infrastrukturen beansprucht werden müssen.

Die Umsetzung der gesamtschweizerischen Anliegen zu Palliative Care erfolgt gemäss der nationalen Strategie dezentral, d.h. kantonal, regional oder überregional. Im Kanton Wallis hat sich der „Oberwalliser Verein für Sterbe- und Trauerbegleitung“ das Ziel gesetzt, mit einer Machbarkeitsstudie zu prüfen, inwiefern durch eine „spezialisierte sozialmedizinische Institution mit Palliative Care Auftrag“ die Lebensqualität von Menschen, die mit einer lebensbedrohenden Erkrankung konfrontiert sind, erhöht werden kann.

Die durchgeführte Studie gibt einen Überblick zu Palliative Care und analysiert, inwieweit und in welchem Umfang im Oberwallis ein Bedarf an Hospizbetten für eine eigenständige Einrichtung der Langzeitpflege im Bereich der „sozialmedizinischen Institutionen mit Palliative Care Auftrag“ besteht. Obwohl die Datengrundlagen zu Palliative-Care-Aspekten eher dürftig sind, kommt die Studie zum Schluss, dass ein Bedarf für Hospizplätze im Oberwallis gegeben ist.

Aktuelle Situation

Aktuell sichern das Netzwerk Palliative Care und der Kompetenzpool am Spital Brig die Versorgung im Palliative Care Bereich. Sie haben dafür einen kantonalen Auftrag. Ein Hospiz könnte eine Versorgungslücke im Bereich der spezialisierten stationären Palliative Care ohne Bedarf an Akutversorgung schliessen. Besonders Patientinnen und Patienten, die nicht mehr zu Hause betreut werden können, weil das Betreuungsnetz aufgrund mangelnder Ressourcen bzw. fehlender spezifischer Kompetenzen dazu nicht mehr in der Lage ist, können in diesem Bereich versorgt werden. Erfahrungen aus dem Ausland zeigen zudem, dass eine vorübergehende Entlastung des häuslichen Umfeldes durch einen zeitlich begrenzten Aufenthalt in einem Hospiz erreicht werden kann.

Geborgenheit, Echtheit, Vertrauen; ein Daheim so nahe wie möglich am eigenen Zuhause

Aufgrund der durchgeführten Bedarfsanalyse ist im geplanten Hospiz im Oberwallis von einem Bedarf an mindestens zwei Hospizbetten auszugehen. Es soll damit ein Ort geschaffen werden, der das Leben des letzten Lebensabschnittes in einem vertrauensvollen Umfeld auf eine würdevolle und menschliche Weise ermöglicht.

Tatsachen sind:

  • dass die Menschen in der Schweiz immer älter werden – und dass sie vermehrt bis ins hochbetagte Alter selbstständig leben; entsprechend fehlt ihnen eine Struktur, wenn sie aufgrund einer lebensbedrohlichen Erkrankung zusätzliche Unterstützung benötigen;
  • dass durch die Zunahme von Einpersonenhaushalten (Versingelung) sowohl bei jüngeren als auch bei älteren Personen häufig kein häusliches Umfeld existiert, das bei fortgeschrittener Unselbstständigkeit eine entsprechende (Teil-) Betreuung sicherstellen könnte;
  • dass im Alter vermehrt unheilbare sowie chronisch fortschreitende Krankheiten auftreten, und dass das gleichzeitige Bestehen mehrerer Krankheiten bei einer Person entsprechend als charakteristisches Phänomen des Alters immer häufiger vorkommt;
  • dass jüngere schwerkranke Patientinnen und Patienten mit Krebsleiden, neurologischen Leiden oder chronischen Krankheiten oft über längere Zeit umfassende Behandlung und Betreuung benötigen;

Komplexität der Betreuungsanforderungen steigt

Neben diesen sozial- und gesundheitspolitischen Herausforderungen tragen der medizinische Fortschritt und die diesbezüglich voranschreitende Spezialisierung dazu bei, dass im Gesundheitswesen vielfältigere und qualitativ bessere Behandlungsangebote für Patientinnen und Patienten zur Verfügung stehen. All diese Faktoren führen in der Konsequenz dazu, dass die medizinische Behandlung und die Betreuung von Patientinnen und Patienten in der letzten Lebensphase zunehmend komplexer werden.

Nationale Strategie

und und Kantone haben sich deshalb im Rahmen der Plattform „Dialog Nationale Gesundheitspolitik“ der Herausforderung angenommen und Grundsätze zu Palliative Care erarbeitet. Die Zielsetzungen der nationalen Strategien sind zum einen, eine gemeinsame Basis zum Verständnis von Palliative Care in der Schweiz zu bilden. Zum andern soll Palliative Care gefördert und in den Bereichen der Gesundheitsversorgung sowie in der Aus- und Weiterbildung verankert werden.

Die Umsetzung der gesamtschweizerischen Anliegen zu Palliative Care erfolgt gemäss der nationalen Strategie dezentral, d.h. kantonal, regional oder überregional. Zu diesem Zweck wurden in den Kantonen verschiedene Initiativen ergriffen, sowie Vereine mit öffentlichen und teilweise privaten Interessensvertretern gegründet worden. Im Kanton Wallis zählt dazu die heutige „Palliative VS“ oder der „Oberwalliser Verein für Sterbe- und Trauerbegleitung“.

STUDIENRESULTATE

Bedarf und zu erwartende zukünftige Nachfrage nach Hospizbetten

Wie in der Bedarfsanalyse aufgezeigt, ist der Bedarf für ein Hospiz im Einzugsgebiet Oberwallis gegeben. Zukünftig ist sodann mit einer zunehmenden Nachfrage zu rechnen: denn aufgrund der demografischen Entwicklungen sowie von veränderten Sterbeverläufen ist in den nächsten Jahren von einem zusätzlichen Bedarf an Betreuungsleistungen für Personen auszugehen, die in ihrem letzten Lebensabschnitt ein Angebot im Bereich von sozialmedizinischen Palliative Care Leistungen benötigen. Ein Hospiz Angebot kommt zudem jungen Patientinnen und Patienten mit komplexen medizinischen zugute – und es kann als Entlastungs- oder Ferienangebot Palliativ-Patienten/-innen und deren Angehörigen helfen, schwierige soziale Situationen zu überbrücken.

Empfehlungen zu einem Hospiz im Oberwallis

Auf der Basis der vorhandenen Grundlagen sowie den diesbezüglichen Berechnungen kann  zusammenfassend folgende Empfehlungen zur Entwicklung eines Projektes „Hospiz Oberwallis“ gegeben werden:

Für das Einzugsgebiet der Region Oberwallis besteht – ausgehend von einem jährlichen Versorgungsbedarf für schätzungsweise 20 Patienten/-innen in einer sozialmedizinischen Institution mit Palliativ Care Auftrag – ein Bedarf von ca. 2 Pflegebetten in einem Hospiz. Um einem zukünftigen Bedarf zu entsprechen, sollten die Strukturen ausbaufähig sein.

Die geographische Lage hat verschiedenen Standortfaktoren zu genügen: dazu gehören eine gute verkehrstechnische Anbindung, die Akzeptanz des Standortes bei den Pflegebedürftigen sowie ihren Angehörigen, eine weitergehende medizinische Versorgung im nächsten Umfeld, die Nähe zu einem Angebot an akut-medizinischen Leistungen (Spital) sowie die Verfügbarkeit von qualifizierten Personal.

Das zukünftige „Hospiz Oberwallis“ benötigt eine substanzielle finanzielle Basis. Dies um einerseits über eine entsprechende Infrastruktur für die Betreuung von Patienten/-innen zu verfügen – und andererseits um die Defizite aus den jährlich anfallenden Betriebskosten auffangen zu können.

Im Rahmen der Finanzierung ist seitens des Trägers eines „Hospizes im Oberwallis“ sowohl auf kantonaler als auch auf nationaler Ebene darauf hinzuarbeiten, dass Leistungen im Bereich Palliative Care zukünftig finanziell besser abgegolten werden, als dies heute bei einer Aufnahme auf die kantonale Pflegeheimliste der Fall wäre.

Synergien sollten aus allen verwandten Bereichen zum Hospiz konsequent ausgeschöpft und Ressourcen gebündelt werden, dies auch im Sinne des volkswirtschaftlichen Nutzens.

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